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Geschichte

Chronologie 120 Jahre Wohnstätte Krefeld

Es war an einem Tag im Monat Mai des Jahres 1897, um genau zu sein: am 12. Mai, an dem sich angesehene Linner Bürger versammelten, um gemeinsam die Weichen für eine neue Wohnungspolitik in ihrer Heimatstadt zu stellen. Die Herren am runden Tisch waren der Bürgermeister, der Hauptlehrer, ein Arzt, ein Wirt, ein Bäcker und einige Landwirte der Gegend. Per Gesellschaftsvertrag gründeten die Honoratioren die Linner-Aktien-Baugesellschaft, mit dem Ziel, Einwohnern Linns mit geringem Einkommen kostengünstigen und gesunden Wohnraum in eigens erbauten oder angekauften Häusern zu verschaffen.

Es ging also von Anfang an um den An- und Verkauf von Immobilien, den Bau von Häusern und die Vermietung oder den Verkauf von Wohnungen zu den Verhältnissen der Käufer angepassten Bedingungen. Außerdem gehörten die Herstellung und der An- und Verkauf von Baumaterialien zu den Aufgaben der Linner-Aktien-Baugesellschaft. Damit legten die Linner Honoratioren am 12. Mai 1897 den Grundstein für ein bis auf den heutigen Tag erfolgreiches Unternehmen. Aus ihrer Gesellschaft ging durch den Zusammenschluss mit anderen Baugesellschaften die Wohnstätte Krefeld Wohnungs-Aktienbaugesellschaft hervor.

Die Zeit war reif: Um die Jahrhundertwende herrschte in Krefeld Wohnungsmangel. Mit der Gründung neuer Betriebe wie des Krefelder Stahlwerkes, der Eisenbahnhauptwerkstätte in Oppum und der Baumwollspinnerei im Jahre 1896 erhöhte sich die Einwohnerzahl Krefelds sprunghaft: Die in den Werken beschäftigten Arbeiter(innen) und ihre Familien brauchten bezahlbaren Wohnraum.

1899

baute die Linner-Aktien-Baugesellschaft nahe der Burg Linn sechs Zweifamilienhäuser auf dem Bollwerk 12 - 22 und neun Zweifamilienhäuser am Kreuzweg 1 - 17.

1906

wurden drei Mietshäuser am Türkenbruch Nummer 45, 47 und 49 errichtet.

1907

schuf die Gesellschaft in unmittelbarer Nachbarschaft weiteren Wohnraum: am Türkenbruch 37 - 53. Jedes der Häuser kostete einschließlich Grundstück und aller Nebenkosten ganze 11.000 Mark.

1910

gab es immer noch mehr Pferdedroschken als Autos auf den Straßen. Ein Werftarbeiter verdiente 27 Pfennig pro Stunde, das Pfund Butter kostete 72 Pfennig. – Die Linner-Aktien- Baugesellschaft finanzierte den Bau von sieben Mietshäusern an der Boedicker Straße 6 - 18. Im gleichen Jahr wurden die architektonisch bedeutsamen Häuser am Kohlplatzweg gebaut. Der verantwortliche Architekt war A. Biebricher, der vielen Krefeldern als Erbauer des Gymnasiums am Moltkeplatz bekannt ist. Das war der Glanz- und zugleich Schlusspunkt in der Bauzeit der Linner-Aktien-Baugesellschaft. In den folgenden Jahren beschränkte sie sich auf die Verwaltung der vorhandenen Häuser und Mietwohnungen.

1920

gründete sich die Gemeinnützige Krefelder Siedlungs-Aktiengesellschaft, die später ein Teil der heutigen Wohnstätte wurde. Hauptbetreiber der Gesellschaft war das Stahlwerk Becker, dessen Beschäftigten mit Wohnraum versorgt werden sollten.

1921

wurde die Gemeinnützige Baugesellschaft für die Stadt Uerdingen am Rhein GmbH in das Handelsregister eingetragen. Sie veranlasste noch im selben Jahr den Bau von sieben Wohnhäusern an der Traarer Straße 133 - 143.

1931

folgte der Bau von fünf Wohnhäusern an der Zeppelinstraße 2 - 10.

1935

finanzierte die Baugesellschaft den Bau von weiteren Häusern an der Traarer Straße: Sie trugen die Hausnummern 145 - 149. Dann gab es jedoch einen bedeutsamen Einschnitt in der Wohnungsbaupolitik: Per Erlass untersagte die Regierung unter Adolf Hitler, dass die Städte weiterhin eigene Wohnbauten errichteten. Das neue Gesetz betraf auch die Stadt Krefeld, die an allen drei der bisher genannten Baugesellschaften beteiligt war. Deshalb wurde zunächst die Linner Aktien-Baugesellschaft zur alleinigen Trägerin für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zugunsten der minderbemittelten Bevölkerung ernannt.

1937

schlossen sich im Januar die Linner Aktien-Baugesellschaft und die Gemeinnützige Krefelder Siedler-Aktiengesellschaft zu einer Geschäfts- und Verwaltungsgemeinschaft zusammen, die nach verschiedenen Umbenennungen zu der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungs-Aktiengesellschaft Krefeld verschmolzen. Das geschah allerdings erst im Kriegsjahr 1940. Erster Vorstand waren ab dem 1. Januar 1937 Finanzdirektor August Wiemeyer, Stadtbauoberamtmann Gustav von Scheven und Kaufmann Josef Brocker.

1941

erklärte das Deutsche Reich den USA den Krieg. Engpässe in der Lebensmittelversorgung setzten den Menschen zu. In Krefeld trat der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungs-Aktiengesellschaft Krefeld am 4. Juli die Gemeinnützige Baugesellschaft für die Stadt Uerdingen am Rhein GmbH bei.

1950

hatten die Menschen den Krieg und die Währungsreform hinter sich – es ging wieder aufwärts. Die ehemals drei Baugesellschaften firmierten nun unter dem Namen Wohnstätte Gemeinnützige Wohnungs- Aktiengesellschaft. Die ersten Bauvorhaben der Gesellschaft waren die im Mai und Juni 1950 bezugsfertigen 180 Wohnungen an der Hülser Straße. Am Korekamp in Krefeld-Oppum wurden erst 120 Wohnungen für Vertriebene und Ausgebombte, dann 109 Wohneinheiten für Umsiedler und 13 Häuser mit 23 Wohneinheiten als Eigenheime gebaut. Im Auftrag der Deutschen Edelstahlwerke entstanden außerdem zunächst 185 Wohneinheiten auf einem von dem Unternehmen gestellten Gelände.
Das erste große Nachkriegsvorhaben im eigentlichen Stadtgebiet Krefelds war die Einrichtung eines Wohnheims für alleinstehende berufstätige Frauen an der Lessingstraße: 41 Einraumwohnungen und eine Hausmeisterwohnung überzeugten mit Komfort und gutem Grundriss.

1952-54

baute die Wohnstätte in dem Viertel rund um die Friedrichstraße, Friedrichplatz und Königstraße 53 Wohneinheiten, 9 Geschäfte und eine Gaststätte. Die Nachfrage nach komfortablen und bezahlbaren Eigentumswohnungen stieg enorm. Das veranlasste die Geschäftsführung ein zweites Wohnheim für Frauen zu bauen, das später in Krefeld ironischerweise „Drachenburg“ genannt wurde. Es umfasste 99 Einraumwohnungen mit eigenen Toiletten und Kellerabteilen und eine Hausmeisterwohnung. Mit viel Licht, Luft und ausreichenden Grünflächen konzipiert, erfreute es sich großer Beliebtheit.

Ein anderes Projekt der Wirtschaftswunderjahre in der Friedrichstadt war die Baugruppe an der Ecke Carl-Wilhelm-Straße/Königstraße auf einem von der Stadtsparkasse bereitgestellten Erbbaugelände. Hier entstanden im Erdgeschoss 554 qm Geschäftsfläche für die Stadtsparkasse und in der 1. Etage 635 qm, die seit dem 15. Juni 1954 der Wohnstätte Krefeld als Geschäftsräume dienen. Außerdem wurden 11 freifinanzierte Wohnungen in den Obergeschossen geschaffen.

1956

wurde das „Stahldorf“ der deutschen Edelstahlwerke um 140 neue Wohneinheiten erweitert. Außerdem begann die Wohnstätte mit der Bebauung des ehemaligen Flugplatzgeländes in Bockum, der „Flugplatzsiedlung“, wie der heutige Stadtteil Gartenstadt bis zur Mitte der 60er-Jahre genannt wurde. Die Wohnstätte hat hier insgesamt 634 Wohnungen gebaut.

1958

schieden am 31. Dezember die Vorstandsmitglieder Gustav von Scheven und Josef Brocker aus.

1959

bestellte man am 1. Januar Dipl.-Kaufmann Volker Berberich und Architekt Fritz Carls zu Vorstandsmitgliedern.

1966

wurde die Gesellschaft in Wohnstätte Krefeld Gemeinnützige Wohnungs-Aktiengesellschaft umbenannt. Die große Schaffensperiode, die in der Nachkriegszeit ihren Anfang nahm, hielt an.

1977

schied am 31. Januar Fritz Carls aus dem Vorstand aus.

1978

verließ am 31. Dezember auch Volker Berberich die Geschäftsführung. Am 1. Dezember traten Rechtsanwalt Dr. Harald Kloetsch und Dipl.-Ing. Günter Kusch in den Vorstand ein.

Im selben Jahr sanierte die Stadt Krefeld das Gewerbeobjekt Krahnen und Gobbers, eine ehemalige Färberei und Tuchfabrik. Die Wohnstätte Krefeld erwarb den vorderen Komplex der Fabrik an der Ecke Krahnenstraße 6 und 8/Melanchthonstraße 37 und integrierte in das Gebäude 38 komfortable Wohnungen. Dieses Projekt war einer der ersten Umbauten von Industriegebäuden zu Wohnraum in NRW. Das Presseecho war dementsprechend groß.

Ende der 70er-Jahre sorgte noch ein anderes Projekt landesweit für Beachtung: Die Wohnstätte Krefeld erwarb von der Stadt 16 ehemalige Arbeiterwohnhäuser der Krefelder Baumwollspinnerei, die ursprünglich abgerissen werden sollten. Die Wohnstätte Krefeld modernisiert die Gebäude grundlegend und fügte zwischen den einzelnen Häusern Neubauelemente mit Sanitärzellen ein. Anschließend konnte der so entstandene Wohnraum sehr preiswert verkauft werden – eines von vielen Beispielen für eine gelungene Umnutzung.

1980-1982

errichtete und verkaufte die Wohnstätte Krefeld 39 Eigentumswohnungen an der Eichhornstraße in Krefeld-Fischeln. Das war nur eine von zahlreichen freifinanzierten Eigentumsmaßnahmen der Wohnstätte Krefeld in den 80er-Jahren. Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre organisierte man ein vorbildliches Selbsthilfeprojekt in Oppum: Die Wohnstätte Krefeld erwarb Baugrundstücke am Bromeledonk, Bökendonk und der Bacherhofstraße und leitete die Beteiligten an, insgesamt 59 Kleinsiedlungen selbst zu errichten. Die Bauherren und -frauen schafften sich so per „Muskel“-Hypothek preiswertes Eigentum.

1981

schied am 22. Oktober Vorstandsmitglied Günter Kusch aus. Bis Juni 1982 führte Dr. Kloetsch die Geschäfte alleine weiter.

1982

trat dann am 1. Juli Carl Peter Forschbach als zweites Vorstandsmitglied in die Geschäftsführung ein. Im selben Jahr baute die Wohnstätte Krefeld im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus fünf Mieteinfamilienhäuser an der Bremer Straße. Hier trat die Gesellschaft den Beweis an, dass Einfamilienhäuser so preiswert errichtet werden können, dass sie pro Quadratmeter Mietfläche zum gleichen Preis vermietet werden können wie Mietwohnungen in höhergeschossigen Bauten. Ähnliche Projekte, zum Beispiel an der Hermannstraße (1992) und an der St. Huberter-Landstraße (1993), bestätigen das.

1986

baute die Wohnstätte Krefeld die ehemalige Preußische Hauptschule an der Schulstraße in Hüls zu einem Miethaus mit 14 Wohnungen um.

1989

realisierte man ein zeitgemäßes Konzept: An der Adlerstraße in unmittelbarer Nähe zur Fachhochschule Niederrhein baute die Wohnstätte Krefeld ein Studentenwohnheim mit insgesamt 96 Zimmern. Der Grundriss sah Dreizimmerwohnungen vor, in denen jeweils drei Studenten in einer Wohngemeinschaft zusammenleben. Die Akzeptanz ist bis auf den heutigen Tag groß.

1990

gab es nach der Steuerreform, mit der die Gemeinnützigkeit entfiel, erneut eine Umbenennung in Wohnstätte Krefeld, Wohnungs-Aktiengesellschaft. Außerdem errichtete man 54 geförderte Einfamilienhäuser für Um- und Aussiedler. Der preiswerte Haustyp wurde in vielen Bundesländern übernommen und nachgebaut. In einem 2-Stufen-Modell realisiert, sind die Häuser für 25 Jahre an die Stadt Krefeld vermietet worden und können im Anschluss nach einigen wertverbessernden Maßnahmen vermietet werden.

1991

endete am 17. Januar die Vorstandstätigkeit von Carl Peter Forschbach. Am 27. Februar trat Dipl.-Ing. Hubertus Hirsch als Vorstandsmitglied in die Geschäftsführung ein.

1992

schied am 23. März Dr. Kloetsch aus, am 14. April wurde Dipl.-Betriebswirt Heribert Heß Vorstandmitglied. An der Ritter-/Virchowstraße und Kölner-/Vulkanstraße wurden insgesamt 78 Wohnungen errichtet.

1994

verstarb am am 7. Januar Vorstandsmitglied Heribert Heß, fortan führte Hubertus Hirsch die Geschäfte allein. Für den privaten und sozialen Wohnungsmarkt baute die Wohnstätte Krefeld Mitte der 90er-Jahre u. a. zahlreiche brachliegende Dachgeschosse aus und schuf damit attraktiven neuen Wohnraum. Der Vorteil: Mit Dachausbauten nutzt man vorhandene Ressourcen, ohne dafür weitere Grün- und Außenflächen in Anspruch nehmen zu müssen.

1996

wurden an der Blücher-, Viktoria- und Hardenbergstraße insgesamt 47 Wohnungen fertiggestellt.

1997

errichtete die Wohnstätte Krefeld an der Billstein-/Virchowstraße 40 Wohnungen. Am Kütterweg und De-Greiff-Straße wurden 21 ehemalige Aus- und Umsiedlerunterkünfte nach erfolgter Sanierung als Reiheneinfamilienhäuser vermietet.

1999

startete die umfangreiche Kernsanierung des Wohnquartiers Am Schluff, Inrather Straße, Flünnertzdyk sowie Hülser Straße. Bis 2008 entstanden dort ingesamt 186 Wohneinheiten.

2001

begann im Quartier Anger und Weiden die Fertigstellung von 93 Wohnungen. Die Arbeiten dauerten bis 2006.

2002

zum 1. August wurde Dipl.-Betriebswirt Thomas Siegert zum Vorstand bestellt und leitete damit gemeinsam mit dem Vorstand Dipl.-Ing. Hubertus Hirsch das Unternehmen.

2005

zum 30. April schied Vorstandsmitglied Hubertus Hirsch aus den Diensten des Unternehmens aus und trat den wohlverdienten Ruhestand an. Seit dem 1. Mai 2005 führt Thomas Siegert die Geschäfte allein. Von 2005 bis 2007 werden im Bereich Rheinfeld 48 Wohnungen kernsaniert. Das Seniorenheim Bischofstraße wird nach seiner Fertigstellung an die Stadt Krefeld übergeben.

2009

stellte die Wohnstätte Krefeld an der Breite-/Lindenstraße 15 Wohnungen fertig. Am Quartelkämpchen wurde ein Seniorenheim mit 90 Pflegeplätzen an die Stadt Krefeld übergeben. An der Tilsiter Straße konnten 18 Seniorenwohnungen bezogen werden.

2010

wurde zu Jahresbeginn die insgesamt 4.753 qm große Industriebrache des ehemaligen Nappo-Geländes an der Hardenberg-/Viktoriastraße erworben. Mit der TU Delft (NL) wurden Sanierungsmaßnahmen für rd. 240 Wohnungen im Stadtteil Gartenstadt geprüft.

2011

startete am Kanesdyk die Vermietung von insgesamt 17 ehemaligen Aus- und Umsiedlerunterkünften nach erfolgter Sanierung als Reiheneinfamilienhäuser.

2012

wurden auf der Kempener Platte und an der Mecklenburger Straße insgesamt drei Miethäuser mit insgesamt 20 öffentlich geförderten Mietwohnungen und vier Gewerbeeinheiten erstellt. Nach dem Abbruch der aufstehenden Industriegebäude wurde mit der Neubebauung des Nappo-Geländes begonnen. Der Masterplan für die Stadtteilsanierung Gartenstadt wurde ebenfalls verabschiedet. Die Gesellschaft kaufte die ehemalige Werkkunstschule an der Petersstraße 123 als Standort für das neue Verwaltungsgebäude.

2013

erwirbt die Wohnstätte Krefeld 20 Häuser mit 65 Wohnungen im Stadtteil Bockum. Hierbei handelt es sich um ein wunderschönes Backstein Ensemble an der Paul-Schütz-Straße zwischen Grenzstraße und Gneisenaustraße, das unter Denkmalschutz steht.
Auf dem ehemaligen Nappo-Gelände an der Hardenbergstraße wurden die Häuser 43 und 45 fertiggestellt.

2014

wurden an der Hardenbergstraße zwei weitere Häuser fertiggestellt; damit gab es auf dem ehemaligen Nappo-Gelände insgesamt 37 neue Wohnungen. Auch 16 öffentlich geförderte Wohnungen an der Traarer Straße wurden fertiggestellt. Als Teil der Statteilsanierung Gartenstadt wurden die ersten 24 Wohnungen an der Breslauer Straße kernsaniert.

2015

erfolgte die Fertigstellung zweier weiterer Objekte an der Hardenbergstraße mit 29 öffentlich geförderten Wohnungen an der Viktoriastraße. Somit war die Bebauung des Nappo-Geländes abgeschlossen. In Gartenstadt unterdessen konnten die Mieter der ersten zwei Punkthäuser mit 32 Wohnungen an der Pappelstraße einziehen. Weitere 24 Wohnungen an der Breslauer Straße wurden kernsaniert. Im Rahmen der Quartiersentwicklung Linn wurden 21 Wohnungen am Quartelkämpchen bezugsfertig erstellt.

Mit dem Wohnprojekt „Gemeinschaftliches Wohnen am Friedrichsplatz 1“ realisierte die Wohnstätte Krefeld in der Innenstadt erstmalig ein Wohnprojekt mit 22 Wohnungen und Gemeinschaftsraum, bei dem die Nutzer sich in einem Verein organisieren und sowohl in der Planungsphase als auch an der zukünftigen Belegung beteiligt sind.

2016

setzte sich die von der Wohnstätte Krefeld forcierte Quartiersentwicklung fort: In Oppum wurde das für den Stadtteil wichtige Wohn- und Gewerbeobjekt Ecke Werkstätten-/Maybachstraße mit 24 öffentlich geförderten Wohnungen und fünf Gewerbeeinheiten fertiggestellt. Im Bereich Korekamp/Haverkamp wurde das Haus Haverkamp 15 mit sieben Wohnungen als Musterprojekt fertiggestellt. Dieser Baukörper sollte in den kommenden Jahren mehrfach wiederholt werden. An der Breslauer Straße in Gartenstadt wurden weitere 24 Wohnungen saniert, und an der Rathenaustraße in Linn wurden sechs Einfamilienhäuser an die Mieter übergeben.

An der St. Töniser Straße vermietete die Wohnstätte Krefeld eine Gewerbeeinheit mit rund 4.680 qm Bürofläche nach Sanierung an die Stadt Krefeld, die dort den Fachbereich Verwaltungssteuerung und -service angesiedelt hat.

2017

wurden die ersten zwei Punkthäuser an der Pappelstraße mit dem Krefelder Architekturpreis 2017 ausgezeichnet. Zudem fiel der Startschuss für eines der größten Bauprojekte der Wohnstätte Krefeld in Oppum: Auf dem rund 30.000 qm großen Areal der ehemaligen Obdachlosenunterkünfte an der Herbertzstraße begann der Neubau (1. Bauabschnitt) der ersten 50 Mietwohnungen in sechs Häusern. Zudem wurden insgesamt 45 Baugrundstücke parzelliert worden, um diese an private Bauherren zu veräußern.

Die beiden großen innerstädtischen Baumaßnahmen der Wohnstätte Krefeld – das neue Geschäftsgebäude an der Petersstraße und das Ostwall Quartier Crefeld – verliefen inzwischen weitestgehend planmäßig. In Gartenstadt wurden fünf Punkthäuser mit 70 Wohneinheiten und einer Tiefgarage fertiggestellt. An der Neue Flur in Oppum wurden acht Wohneinheiten im ersten Teil eines Vier-Gebäude-Ensembles fertiggestellt.

2018

begann im Spätsommer der 2. Bauabschnitt mit weiteren 57 Wohnungen, davon 43 öffentlich gefördert, an der Herbertzstraße in Oppum.

Im November startet die Wohnstätte Krefeld in eine neue Ära: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zogen in das neue Geschäftsgebäude an der Petersstraße 121 am Standort der ehemaligen Werkkunstschule ein. Das neue Domizil wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Gold zertifiziert. Auch die zweite Großbaustelle in der Innenstadt – die Geschäftshäuser am Ostwall 148 - 152, Petersstraße 133 - 139 und Neue Linner Straße 87 – befanden sich zwischenzeitlich in der Rohbauphase.

Ausblick
Die Wohnstätte Krefeld wird auch in den kommenden Jahren ihre strategische Portfolioentwicklung weiterbetreiben. Durch die aktuell laufenden Stadtentwicklungsmaßnahmen wird der Wohnstandort Krefeld positiv weiterentwickelt. Erklärtes Ziel der unternehmerischen Tätigkeit der Wohnstätte Krefeld bleibt, modernen und attraktiven Wohnraum zu schaffen und als interessante, preiswerte Alternative zu den konkurrierenden Angeboten des Wohnungsmarktes in Krefeld anzubieten. Bis Ende 2020 wird die Wohnstätte Krefeld Wohnungs-AG ihr umfangreiches Neubauprogramm mit rund 530 Wohnungen auf eigenen Grundstücken abgeschlossen haben.