„Mobi-Balkon“ macht Wohnstätten-Kids Spaß

Mit einer besonderen Aktion sorgt die mobile Jugendeinrichtung Mobifant an vier Standorten für Spiel, Spaß und Ablenkung. Die Wohnstätte Krefeld unterstützt dies.

Normalerweise geht es für Kinder, die Spiel und Spaß haben wollen, nach draußen. In Zeiten von Kontaktverboten läuft das in Krefeld umgekehrt: Die Kids bleiben daheim und der Spaß kommt zu ihnen. Möglich wird dies durch die mobile Jugendeinrichtung Mobifant: Unter dem Motto „Mobi-Balkon – #stayathomewecome“ macht das „Virus-Mobil“ in verschiedenen Wohnvierteln Station und bietet den Kindern und Jugendlichen von sechs bis 13 Jahren für eine Stunde ein Programm vor deren Balkonen und Fenstern an.

„Wir stellen uns mit unserem Virus-Mobil auf eine Grünfläche in Sichtweite. Durch eine mobile Lautsprecherbox und ein Mikrofon treten wir mit den Kindern so in Kontakt, dass sie uns hören können“, erklärt Thomas Jansen, Leiter der Spielaktion Mobifant. Auf diesem Weg können Spiele angeleitet werden. Mit gebastelten Plakaten und Karten können die Kids mit Mobifant in Kontakt treten und ein Feedback geben. Neben Spielen gibt es auch Mitmachaktionen und Aufführungen.

„Aktion kommt sehr gut an“

„Die Aktion Mobi-Balkon ist zuerst in Linn und Elfrath gelaufen und bei den Mietern und Kids sehr gut angekommen“, sagt Thomas Jansen, der mit dem „Virus-Mobil“, einem umgebauten Fahrradanhänger, bereits den Weidenbruchweg sowie die Neukirchener Straße besucht. Weitere Mobi-Balkon-Stationen sind in dieser Woche die Homberger Straße und Kaldenkirchener Straße und vom 25. bis 29. Mai die Gustav-Wilhelm-Straße, Nähe Sprödental-Platz. Dass es ausgerechnet diese Standorte sind, ist kein Zufall: Bei der Auswahl der Wohnhäuser setzt Mobifant auch auf die Hilfe der Partner der Aktion, zu denen neben dem Jugendamt und der mobilen Einrichtung im Trägerwerk Krefeld e.V. auch die Wohnstätte Krefeld mit ihren mehr als 8.800 Bestandswohnungen in Krefeld gehört.

Ohne Distanz kein Mobifant

„Die Kinder und Jugendlichen sollen für eine Stunde Spaß, Unterhaltung und Ablenkung in ihrem Alltag erhalten“, sagt Thomas Jansen. Sie erhalten die Möglichkeit, mit anderen Personen in Verbindung zu treten, ohne die Wohnung zu verlassen oder digitale Medien zu nutzen. Vom Balkon aus oder am Fenster lässt sich die Aktion gut verfolgen. „Sind doch mal ein paar junge Zuschauer vor der Grünfläche versammelt, sorgen wir dafür, ganz viel Abstand zum Mobifant und untereinander zu halten. Das klappt auch ganz gut“, berichtet Thomas Jansen. Sicher ist: Das Programm könne erst starten, wenn es keine Gruppenbildung gebe. Die Aktion wird außerdem sofort abgebrochen, wenn sich Kinder und Jugendliche durch Betreten und Benutzen der Fenstersimse oder der Balkonbrüstungen in Gefahr begeben.

Fotos: Thomas Jansen und WKR